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04. Februar 2011

Insolvenzverfahren bei SaarGummi offiziell eröffnet

Das Amtsgericht Saarbrücken hat am 1.2.2011 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der SaarGummi GmbH eröffnet und Jean-Olivier Boghossian von der Kanzlei Schultze & Braun zum Insolvenzverwalter bestellt.

Das Gericht ist damit der Empfehlung Boghossians gefolgt, der in seinem zuvor erstellten Gutachten das Vorliegen der Insolvenzgründe Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung bestätigt hat.

Bei der SaarGummi GmbH handelt es sich um die Muttergesellschaft der SaarGummi-Gruppe. Alle übrigen 22 in- als auch ausländischen Gesellschaften der Gruppe sind mit Ausnahme der SaarGummi Deutschland GmbH, deren Insolvenzverfahren zeitgleich eröffnet wurde, von der Insolvenz nicht betroffen und uneingeschränkt weiter tätig. Zum Insolvenzverwalter der SaarGummi Deutschland GmbH wurde Udo Gröner, Heimes+Müller, bestellt.

Entgegen anderslautender Meldungen, wonach der börsennotierte polnische Kunststoffhersteller und Automobilzulieferer Boryszew Teile der SaarGummi Gruppe übernommen habe, haben Boghossian und Gröner verlauten lassen, dass solche Mitteilungen unzutreffend seien. Richtig sei vielmehr, dass der Investorenprozess weit vorangeschritten sei und in den kommenden Wochen abgeschlossen werden solle. Man sei zuversichtlich, bis spätestens Ende des Monats eine Investorenlösung zu erreichen, welche die gesamte SaarGummi Gruppe umfasse.

Boryszew hatte mitgeteilt, dass man sich für die zweite Runde im Insolvenzverfahren qualifiziert habe. Nicht bestätigt wurde hingegen, dass das Unternehmen zum Kreis der aussichtsreichsten fünf Interessenten gehöre.

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