GAK - Gummi Fasern Kunststoffe

Ausgabe 05 | 2018

Anzeigenkunde

  • RADO Gummi GmbH
  • Uelfe-Wuppertal-Strasse 17-19
  • 42477 Radevormwald
  • Deutschland
Editorial
199
„Der Bock als Gärtner!“

Wenn die alten Griechen und auch Jean de La Fontaine – die ja die Schöpfer zahlreicher Fabeln und Gleichnisse sind – Facebook gekannt hätten, wäre ihnen sicher ein Gleichnis eingefallen.
Das Unternehmen, das jahrelang die Daten und Angaben seiner Teilnehmer zu Geld gemacht hat, schaltet jetzt ganzseitige Anzeigen, in denen die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gelobt und beworben wird, eine Verordnung, die hauptsächlich erst durch den Datengebrauch( -missbrauch) von Facebook zustande kam. Gleichzeitig macht die Meldung die Runde, dass Facebook Daten von 1,5 Milliarden Nutzern von Irland in die USA verschiebt, um der DSGVO zu entgehen [1]. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…


Gut, die Facebook-Teilnehmer wussten oder ahnten, dass sie nicht kostenlos teilnahmen, sondern mit ihren Namen und Daten bezahlten. Für sie war die Hauptsache, dass sie möglichst oft „geliked“ wurden. Für alle Unternehmen aber bedeutet die DSGVO einen zusätzlichen, kostenträchtigen Verwaltungsaufwand.


Als „old-fashioned“ Verlag haben wir, wie auch andere Verlage, die Daten unserer Abonnenten, unserer Autoren und auch unserer Anzeigenkunden immer vertraulich gehalten, obwohl wir öfter Anfragen hatten, die Daten weiterzugeben.


So wollen wir auch in Zukunft die Daten unserer Geschäftsfreunde vertraulich halten, denn Vertrauen und Vertraulichkeit ist unserer Ansicht nach die beste Basis für eine gute Zusammenarbeit.


Ihr
Heinz Gupta

 
[1] https://www.reuters.com/article/us-facebook-privacy-eu-exclusive/exclusive-facebook-to-put-1-5-billion-users-out-of-reach-of-new-eu-privacy-law-idUSKBN1HQ00P

Bericht
210
Kunststofftechnik Paderborn (KTP) – Universität Paderborn – Erforschung und Entwicklung von Verarbeitungsprozessen

Das Thema Aus- und Weiterbildung ist für die Kautschukindustrie von immenser Bedeutung, denn nur mit gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann die Branche ihre Innovationskraft erhalten und wirtschaftlich erfolgreich sein. In Bezug auf Bildungsmöglichkeiten im Bereich Kautschuktechnologie ist die Landschaft der Anbieter in Deutschland für viele in der Branche recht unübersichtlich. Mit unserem Fokus Aus- und Weiterbildung möchten wir in der GAK Gummi Fasern Kunststoffe für Transparenz sorgen und in jeder Ausgabe eine Einrichtung mit ihrem Angebot vorstellen.


Wir setzen unsere Serie mit der Kunststofftechnik Paderborn (KTP) – Universität Paderborn fort, deren Fokus auf der Erforschung und Entwicklung von Verarbeitungsprozessen liegt, und die durch zahlreiche Forschungsprojekte und Industriekooperationen eine praxisnahe Ausbildung gewährleistet.

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218
wdk legt Branchenbericht vor – Die Kautschukindustrie 2017/2018

Der nachfolgende Konjunkturbericht des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e. V. (wdk) präsentiert einen Rückblick über die Aktivitäten der Branche im letzten Jahr und gibt einen Ausblick auf 2018. Die konjunkturellen Eckdaten des Wirtschaftsjahres 2017 für die deutsche Kautschukindustrie sehen auf den ersten Blick durchweg positiv aus. So konnte der Branchenumsatz um 4,2 % auf 11,74 Mrd. EUR ausgeweitet werden. Das Umsatzplus der Branche setzte sich 2017 gleichermaßen aus einem Zuwachs im Inlandsgeschäft und einem Exportanstieg zusammen. Die Inlandsinvestitionen zogen spürbar an, die Kapazitätsauslastung stieg und Produktion und Beschäftigung konnten leicht zulegen. Im Detail stellt sich die Branchensituation aber deutlich komplexer dar und offenbart eine Vielzahl struktureller Herausforderungen für die überwiegend mittelständischen Unternehmen. 

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230
Digitale Transformation im Fokus – Von den Arburg Technologie-Tagen 2018

Rund 6 300 Gäste aus 54 Nationen kamen vom 14. bis 17. März 2018 zu den Arburg Technologie-Tagen nach Loßburg. Geboten wurde mit über 50 „Live“-Anwendungen das komplette Spektrum an Maschinen, Anwendungen und Verfahren für die effiziente Produktion von Kunststoffteilen. Expertenvorträge, eine Sonderschau zum Service, Betriebsrundgänge und vor allen auch die Effizienz-Arena, die in diesem Jahr ganz im Zeichen „Digitale Transformation“ stand, gaben zahlreiche Impulse.

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Aufsatz
212
Umbruch in der Reifenindustrie

Weltweit machen sich die ersten Anzeichen großer Veränderungen bemerkbar, die nicht nur die Reifenindustrie, sondern das gesamte Geschäftsumfeld betreffen. Dabei zeichnen sich mindestens fünf Gesichtspunkte ab, die bereits jeder für sich eine große Herausforderung darstellen, zusammengenommen aber einen radikalen Umbruch für die Reifenindustrie bedeuten. Die Kautschukindustrie – insbesondere die Reifenindustrie – hat den Ruf, sehr konservativ zu sein. Wenn die Führungskräfte der Reifenindustrie ihre Unternehmen erfolgreich durch diese Phase des Umbruchs führen wollen, werden sie ihre Einstellung ändern und statt auf Risikovermeidung zu setzen risikofreudiger werden müssen. Dieser Beitrag beschreibt den Wandel in der Industrie und die sich daraus ergebenden Herausforderungen, wie veränderte Führungsstrukturen, die Verschiebung der Fokussierung weg von der reinen Technologie zum Systemanbieter und kulturelle Flexibilität.


The global tire industry is seeing the first evidence of huge changes affecting the business environment. There are at least five separate aspects, each of which would bring challenges, but together they amount to a radical transformation in the industry. The rubber product manufacturing industry – and especially the tire industry – has a reputation for being highly conservative. If tire industry leadership is to steer their companies through the coming changes, management attitudes are going to have to change away from risk-averse to embracing change. This article describes the changing industry and arising challenges like managing people, shift of focus away from technology as well as systems supply and cultural flexibility.

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232
Untersuchungen zur Diffusion des Schwefels in Rezyklat-Kautschukmischungen – Teil 1: Bestimmung des Diffusionskoeffizienten

Die Grundlage für die in dieser Arbeit verfolgten Untersuchungen ist der in vorangegangenen Untersuchungen erhaltene Befund, dass mit Gummimehl gefüllte Kautschukmischungen offenbar aufgrund geringerer Vernetzungsdichte weicher werden. Es wird angenommen, dass dieser Erweichungseffekt durch eine Diffusion des Vernetzungsmittels Schwefel in die Gummimehlpartikel verursacht wird. Um diese Annahme mit einem theoretischen Ansatz zu unterstützen, wird der Diffusionskoeffizient für den Schwefel in einer Kautschukmischung mit gegebener Rezeptur experimentell ermittelt. Hierbei werden Kompositsysteme für unterschiedliche Zeit- und Temperaturbedingungen gelagert und die Diffusion des Schwefels über die Grenzschicht mittels ortsaufgelöster Röntgenfluoreszenzmethode (µ-RFA) gemessen. Die erhaltenen Profile können in sehr guter Näherung mathematisch durch die Gesetzmäßigkeiten nach Crank beschrieben werden und es werden Diffusionskoeffizienten und Aktivierungsenergien erhalten, die in guter Übereinstimmung mit Literaturwerten liegen. Diese Koeffizienten werden in Teil 2 dieser Veröffentlichung in GAK 06/2018 zur Berechnung von Rezyklatmischungen herangezogen. Darüber hinaus werden im vorliegenden ersten Teil Zugversuche an den Kompositsystemen nach definiert erfolgter Schwefeldiffusion durchgeführt. Die gewonnenen Ergebnisse bestätigen die Annahme der Diffusion und legen den Schluss nahe, dass die Schwefeldiffusion bis zu einem gewissen Ausmaß für die mechanischen Eigenschaften der Grenzschicht förderlich sein kann.


The basis for this investigation is the previous result that compounds with ground rubber are obviously getting softer because of lower crosslink density. It is assumed that this softening effect is caused by the diffusion of sulfur into the ground rubber particles. In order to support this idea by a theoretical approach, the diffusion coefficient for sulfur in a compound with given formulation is identified experimentally. For this, composite systems are stored for different times and temperatures and the diffusion of sulfur across the interface layer is measured with the help of local X-ray fluorescence analysis. The obtained profile curves can be described mathematically in very good approximation with equations by Crank. The obtained diffusion coefficients and activation energies are in close agreement with literature data. These coefficients are used for the calculation of compounds with ground rubber in the second part of this publication in GAK 06/2018. Furthermore, in this first part tensile tests are carried out after controlled diffusion of sulfur. The obtained results confirm the assumption of diffusion and suggest the conclusion that diffusion of sulfur to some extent can be beneficial for mechanical behavior of interface layers.

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242
Siliconbasierte Technologie zur Steigerung der Kratzfestigkeit von PP-Copolymer-Compounds

Der zunehmende Einsatz von Kunststoffen in der Automobilindustrie und Trends wie autonomes Fahren verstärken die Forderungen nach Kfz-Innenraumanwendungen mit verbesserter Ästhetik und Langzeitleistung. Die Verbraucher erwarten, dass das attraktive Aussehen, die angenehme Haptik und die hohe Qualität der Bauteile im Innenraum ihrer Fahrzeuge dauerhaft erhalten bleiben. Nach einem Bericht des American Chemistry Council war Polypropylen (PP) im Jahr 2016 der bevorzugte Kunststoff in nordamerikanischen Leichtbaufahrzeugen (38 kg/Fahrzeug) [1]. Siliconbasierte Technologie kann die Kratzfestigkeit von PP-Copolymer-Compounds für Fahrzeuginnenteile verbessern – ohne deren mechanische Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Aufgrund ihres stabilen Verhaltens während der gesamten Nutzdauer der Teile und ihrer Beständigkeit gegen Ausschwitzen (Klebrigkeit) ist diese Technologie organischen Additiven überlegen.


The automotive industry’s increasing use of plastics and trends such as driverless cars are spurring demand for improved part aesthetics and long-term performance in vehicle interiors. Consumers expect their car’s interior to maintain an attractive visual appearance, pleasing tactile properties, and consistent quality. According to a report by the American Chemistry Council, in 2016, polypropylene (PP) was the leading resin used in lightweight vehicles in North America (84 lbs./vehicle) [1]. Silicone-based technology can deliver improved anti-scratch properties for PP copolymer compounds used in automotive interior parts – without negative effects on mechanical performance. This technology surpasses organics by providing stable performance over the part lifecycle and avoiding exudation (stickiness) on the part surface.

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246
Verfahren zur Abschätzung der 3D-Löslichkeitsparameter von Prozessölen

Die Wechselwirkungen zwischen Prozessöl und Polymer beeinflussen sowohl die Verarbeitung als auch die Eigenschaften eines Compounds. Eine Möglichkeit, die Wechselwirkungen zwischen Öl und Polymer vorauszusagen, ist die Bestimmung der Hansen-3D-Löslichkeitsparameter für Öl und Polymer und des Radius der Löslichkeitskugel des Polymers. Eine etablierte Charakterisierungsmethode zur Bestimmung der Hansen-Löslichkeitsparameter ist die BISOM-Methode (BISOM = bitumen solubility model). Bis jetzt ist jedoch noch kein einfaches Verfahren zur Abschätzung der 3D-Löslichkeitsparameter von Ölen dokumentiert, daher wurde das hier beschriebene OSPEP-Verfahren (oil solubility parameters estimation procedure) entwickelt. Dieses Verfahren kann durch zwei Titrationen und eine DSC-Untersuchung eine Abschätzung der Hansen-3D-Löslichkeitsparameter eines Öls liefern. Die Analyse beinhaltet ein iteratives Verfahren, um die drei Hansen-Löslichkeitsparameter für das Öl zu bestimmen. OSPEP stellt einen großen Fortschritt dar, weil sich damit leicht ein Einblick in die Öl-Polymer-Wechselwirkungen gewinnen lässt.


Process oil/polymer interactions have effects on compound processing and performance. One way to predict oil/polymer interactions is to determine the Hansen 3D solubility parameters for both oil and polymer, and the polymer solubility sphere radius. A polymer characterization technique for determining the HSPs is established called the bitumen solubility model (BISOM) method. However, no simple procedure has previously been documented for estimating the 3D HSPs for an oil. The oil solubility parameters estimation procedure (OSPEP) described here has been developed to meet the need for a relatively simple characterization technique. This procedure can provide an estimation of oil HSPs by running two titrations and a dynamic scanning calorimetry (DSC) test. Analysis involves an iterative procedure to estimate the three HSPs for the oil. OSPEP represents a step forward to easily obtain insight into oil/polymer interactions.

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