GAK - Gummi Fasern Kunststoffe

Editorial
505
Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ein Jahr voller Herausforderungen und Veränderungen liegt hinter uns. Die größte davon war sicher die Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen auf Wirtschaftsund Sozialsysteme weltweit. Unsere Art zu arbeiten und Kontakte zu pflegen hat sich dadurch schneller verändert, als wir uns je hätten träumen lassen. Von einem Tag auf den anderen fanden sich viele von uns im Homeoffice wieder und lernten die Segnungen der virtuellen Kommunikationsmöglichkeiten schätzen. Inzwischen springe ich recht virtuos von einem Skype-Meeting in die nächste Zoom-Konferenz, chatte nebenher über die verschiedensten Dienste mit meinen Kollegen und teile Dateien in allen möglichen Clouds. Unternehmen, Veranstaltungsanbieter und Verbände haben schnell reagiert und digitale Kommunikationskonzepte entwickelt. Messen, Tagungen und Seminare wurden als Online-Events organisiert, zunächst noch oft etwas improvisiert, mit der Zeit aber immer professioneller – und jetzt sind virtuelle Meetings eigentlich der Standard. So auch die wdk-Herbsttagung und die Mitgliederversammlung von kunststoffland NRW, über die wir auf den Seiten 539 und 542 berichten.

Durch Corona scheint auch die Plastikmüll- und Kunststoffrecyclingdebatte, zumindest in der breiten Öffentlichkeit, etwas in den Hintergrund getreten zu sein. Ungeachtet dessen schreitet die Entwicklung der Kunststoffindustrie zu einer Kreislaufwirtschaft jedoch weiter fort, wie der von 15 Verbänden, Vereinen und Unternehmen gemeinsam veröffentlichte „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2020“ (S. 516) und der Markt- und Technologiereport zu Chemical Recycling des nova-Instituts (S. 518) zeigen. Nach der Entscheidung des Bundesrates über die Einwegkunststoff-Verbotsverordnung weist die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen auf die Bedeutung von To-Go-Verpackungen für die Gastronomie und den Handel hin und erklärt warum ein Ersatz von Kunststoffen durch alternative Materialien auf keinen Fall der Königsweg zu mehr Nachhaltigkeit sein kann (S. 517).

Wohin die Reise auch gehen mag, damit sich die Industrie weiterentwickeln und neue Lösungen für die Herausforderungen der Gegenwart finden kann, braucht es kluge Köpfe und vor allem einen gut ausgebildeten Nachwuchs. Auf Seite 540 haben wir im Fokus Aus- und Weiterbildung eine Liste von Hochschulen zusammengestellt, an denen Kunststoffe und Kautschuktechnologie in Forschung und Lehre eine Rolle spielen. Vielleicht fällt dieses Heft ja in den Weihnachtsferien auch dem einen oder anderen angehenden Abiturienten in die Hand…

Das GAK-Redaktionsteam wünscht Ihnen angenehme und geruhsame Festtage und einen guten Start in ein hoffentlich weniger turbulentes Jahr 2021, in dem wir uns auf Messen und Tagungen auch wieder im „real life“ begegnen können.

Herzliche Grüße
Christine Rüdiger

Bericht
516
Eine Ökonomie im Wandel – Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2020 veröffentlicht

Mit ihrem „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2020“ informieren 15 Verbände, Vereine und Unternehmen gemeinsam über den aktuellen Stand der Circular Economy in Deutschland. Mit dabei ist auch der Verband der Kunststofferzeuger PlasticsEurope Deutschland e. V.. Der Bericht gibt einen umfassenden Überblick über alle Facetten der Kreislaufwirtschaft quer durch die deutschen Industriezweige und Wertschöpfungsketten.

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517
Entscheidung im Bundesrat über Kunststoffverpackungen – IK: Kunststoff ökologisch oftmals die beste Wahl

Nach der Entscheidung des Bundesrates über die Einwegkunststoff-Verbotsverordnung hat die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen auf die Bedeutung von To-Go-Verpackungen für die Gastronomie und den Handel hingewiesen.

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518
Chemical Recycling – Status, Trends, and Challenges – nova-Institut veröffentlicht neuen Markt- und Technologiereport

Die nova-Institut GmbH hat den neuen Markt- und Technologiereport „Chemical Recycling – Status, Trends, and Challenges – Technologies, Sustainability, Policy and Key Players“ veröffentlicht. Die Marktstudie bietet auf 190 Seiten umfangreiche Informationen rund um das chemische Recycling und richtet sich an die Chemie- und Kunststoffindustrie, Hersteller, Technologie-Scouts, Investoren und politische Entscheidungsträger. Mehr als 70 Unternehmen und Forschungsinstitute, die chemische Recyclingtechnologien entwickelt haben und anbieten, werden vorgestellt. Jedes Unternehmen wird mit seinen Technologien und seinem Status, seinen Investitions- und Kooperationspartnern aufgeführt. Zusätzlich gibt der Bericht einen Überblick über die Abfallpolitik in der Europäischen Union. Darüber hinaus wurden zehn Unternehmen und Forschungsinstitute befragt, um Informationen aus erster Hand rund um das Thema chemisches Recycling zu erhalten.

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Entwicklung von nachhaltigen Elastomeren durch den Einsatz von Lignin – Aufruf zur Teilnahme an einem AiF/IGF-Projekt

Das Deutsche Institut für Kautschuktechnologie e. V. (DIK) in Hannover lädt interessierte Unternehmen zur Teilnahme am projektbegleitenden Ausschuss im Forschungsprojekt „Entwicklung von nachhaltigen Elastomeren durch den Einsatz von Lignin“ ein. Das Projekt ist mit Förderung über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) als Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) in Kooperation mit der Mitgliedsvereinigung Deutsche Kautschuk-Gesellschaft e. V. (DKG) geplant.

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522
Vom Traditionsbetrieb zum innovativen Familienunternehmen – 150 Jahre Fecken-Kirfel – 150 Jahre Tradition und Innovation

Es war im Jahr 1870, zur Blütezeit der Tuchindustrie in Aachen: Mit unternehmerischem Mut und Weitblick gründete der junge Maschinenfabrikant Johann Fecken ein kleines Maschinenbauunternehmen. Sein Schwiegervater, er trug den Familiennamen Kirfel, unterstützte ihn mit finanziellen Mitteln. Das war die Geburtsstunde von Fecken-Kirfel. Der Betrieb stellte zunächst Maschinen für die Tuchfabrikation und Wollspinnerei her. Im Laufe der Jahre erweiterte und änderte sich das Portfolio. Es kamen Werkzeugmaschinen hinzu, dann Lederbearbeitungsmaschinen und schließlich Spalt- und Schneidmaschinen für die Kunststoff-, Gummi- und Korkindustrie. Damit hatte Fecken-Kirfel das Spezialgebiet gefunden, in dem es auch heute noch als Technologievorreiter weltweit erfolgreich ist.

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525
Retrofit für den Planetwalzenextruder am SKZ

Am Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg stehen der Industrie für die Compoundierung und Extrusion von Kunststoffen unterschiedliche Maschinenkonzepte zur Verfügung. Der seit 2008 im Dienst stehende Planetwalzenextruder (PWE) TP-WE 70/800 M2 von Entex wurde nun grundlegend modernisiert. Hierbei wurde die komplette Elektronik ausgetauscht und die Maschine mit einer neuen Steuerung inklusive Touchscreen-Bedienung ausgestattet.

539
wdk: Herbsttagung 2020 – Standortbestimmung der Kautschukindustrie zwischen Corona-Krise und Industrietransformation

Im Zeichen der Corona-Pandemie und des Wandels der industriellen Wertschöpfungskette hat am 19. November 2020 die Herbsttagung des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie e. V. (wdk) stattgefunden. Bei der rein virtuellen Veranstaltung beleuchteten Experten unterschiedliche Aspekte der Branchenentwicklung und gaben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern „Orientierung in schwierigen Zeiten“.

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540
Für die Innovationen von morgen

Eine so vielseitige und innovative Branche wie die Kautschukindustrie ist auf gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen, um ihre Innovationskraft zu erhalten und wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Die GAK-Redaktion hat eine Übersicht der wichtigsten Hochschulen zusammengestellt, an denen Kunststoffe und Kautschuktechnologie in Forschung und Lehre eine Rolle spielen.

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542
Kunststoffland NRW: Mitgliederversammlung im Zeichen von Kontinuität und Erneuerung

Am 19. November 2020 trafen sich die Mitglieder von kunststoffland NRW e. V. – bedingt durch Corona diesmal virtuell –, um den inhaltlichen Kurs des Vereins festzulegen und anstehende Neu- und Wiederwahlen durchzuführen.

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Aufsatz
526
Die Kompatibilität von Elastomer-Weichmacher-Paarungen – Untersuchungen zur Temperaturabhängigkeit von Oberflächenspannungsanteilen und Grenzflächenspannungen zu deren Bewertung – Teil 2

Sind die Oberflächenspannungsanteile gegenüber dem Medium Luft für verschiedene Weichmacherflüssigkeiten mit unterschiedlichem polaren Charakter bekannt, können diese mit den in Teil 1 dieser Arbeit ermittelten Oberflächenspannungen einer chemisch vernetzten EACM-Oberfläche in Korrelation gebracht werden. Das geschieht in der Form, dass für die einzelnen Paarungen „Weichmachermedium und EACM-Polymeroberfläche“ die Grenzflächenspannungen und Adhäsionsenergien für den Benetzungsvorgang berechnet werden. Für jedes Weichmachermedium müssen aber zunächst Gesamtoberflächenspannungen und ihre Anteile in Abhängigkeit der Temperatur über die Pendant-Drop- und Sessile-Drop-Methode bestimmt werden. Die Vorgehensweise eröffnet Abschätzungen zur temperaturabhängigen Verträglichkeit und Mischbarkeit der jeweiligen Komponenten, d. h. beim Polymer auch als Schmelze bzw. für den chemisch unvernetzten Zustand. Zeitlich aufwendig durchgeführte Einlagerungsversuche in den Weichmachermedien mit EACM-Elastomerproben, die genau definierte, chemische Vernetzungsbedingungen besitzen, sollen bestätigen, ob das gefundene Benetzungsverhalten in der jeweiligen Systemkonstellation in einer Korrelation mit dem spezifischen Aufnahmevermögen des Elastomerwerkstoffes gegenüber den verschiedenen Weichmachermedien steht. Die Einlagerungszeiträume beginnen bei 0,25 h und laufen teilweise bis maximal 4 500 h. Die Medientemperaturen werden zwischen 25 °C und 100 °C gewählt. Aus den Versuchen lassen sich Diffusionsraten und Diffusionskoeffizienten, d. h. in Abhängigkeit der Einlagerungstemperatur und -zeit ableiten bzw. bestimmen. Aufgrund des chemischen Vernetzungszustandes der Elastomerproben findet durch die verschiedenen Weichmachermedien eine mehr oder weniger begrenzte Volumenquellung statt, die eine hohe Auflösung, eine bessere Reproduzierbarkeit und eine exakte Ergebnisbewertung zulässt. (Fortsetzung aus GAK 11 2020)


If the parts of the surface tension against the medium air are known for different plasticizers, which differ in a broad range of their polar character, it is feasible to see several, specific releationships through wettability tests against the surface of a chemical crosslinked EACMPolymer. In Part 1 of this paper the surface tension parts from the surface of the EACM-polymer were detected with the so-called sessile drop method and by using reference media in dependence of temperature. Based on this information it is possible to calculate interface tensions and adhesion energies for every polymer-plasticizer-system. For the plasticizer media, both methods, the pendant drop and sessile drop method, were used. The last was used specially, to detect contact angles on polytetrafluoroethylene (PTFE) as reference surface to separate the main surface tension in its disperse and polar part. Furthermore, the whole procedure was done in dependence of the temperature. This direction is opening evaluations against compatibility and miscibility of several plasticizers in an EACM polymer melt respectively under uncured conditions. Longterm immersion tests in plasticizers of cured EACM elastomer specimen with defined crosslinking conditions over immersion time intervals between 0.25 h and maximum 4,500 h, furthermore at different temperatures between 25 °C and 100 °C, have to confirm, if there is given any correlation between the wettability behavior and the penetrated amounts of several plasticizers in the elastomeric material through diffusion processes. Through these trials the diffusion rate and the coefficient of diffusion become calculable in dependence of immersion temperature and time. Through the defined chemical cross-linking grade of the elastomeric specimen the volume swelling behavior is more or less limited in the contact with the different polar plasticizer media. This method leads to a higher resolution and reproducibility in measurement results which leads to a more sensitive evaluation. (Continued from GAK 11 2020)

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