PU Magazin

Ausgabe 01 | 2017

Anzeigenkunde

  • Hennecke GmbH
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  • 53757 Sankt Augustin
  • Deutschland
Editorial
3
Ach Du grüne Neune (oder Achtzehn?)

Zunächst einmal möchte ich Ihnen ein erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2017 wünschen. Für Ihre Gesundheit habe ich einen Tipp, den Sie vielleicht selbst schon gelesen haben: „Algen zeichnen sich durch einen besonders hohen Mineralstoff- und Vitamingehalt aus und besitzen neben vorbeugender Wirkung heilendes Potenzial. Sie sollen das Immunsystem stärken, kreislaufanregend und verdauungsfördernd wirken, atemwegsberuhigend sein und nicht zuletzt positiv Haut, Haare und Nägel beeinflussen.“ Also gönnen Sie sich jeden Morgen Ihre Tasse Algentee!


Was Sie vielleicht noch nicht wussten: Algen sind nicht nur für Ihre Gesundheit gut, sondern scheinen auch ein echtes Allheilmittel für alle Probleme dieser Welt zu sein – zumindest nach den Ideen verschiedenster Wissenschaftler.


„Riesige Seegraswälder im Ozean könnten CO2 durch Photosynthese binden und damit aus Meer und Luft entziehen. Würden allein neun Prozent der Ozeane mit Algen bepflanzt, könnten damit 12 Milliarden Tonnen Biomethan im Jahr produziert werden. Das wäre genug Biogas, um den gesamten weltweiten Bedarf an fossilen Brennstoffen zu decken. Gleichzeitig würden der Atmosphäre jährlich 53 Milliarden Tonnen CO2 entzogen. Innerhalb von 30 Jahren könnte der CO2-Gehalt der Atmosphäre auf ein vorindustrielles Niveau gesenkt werden“, erklärt Antoine de Ramon N‘Yeurt vom Pacific Research Center for Environment and Sustainable Development.


Auch Armin Hallmann, Biologie-Professor an der Universität Bielefeld möchte „aus schnellwachsenden Algen diverse Inhaltsstoffe mit hohemEnergiegehalt extrahieren und daraus Bio-Rohöl, Bio-Diesel, Bio-Ethanol und Bio-Methan erhalten“.


Da kann ich nur hoffen, dass das Methan in den richtigen Kanälen landet, denn immerhin ist Methan auch ein Treibhausgas und zwar ein 25-mal so wirksames wie CO2! Und 12 Milliarden Tonnen entsprechen ungefähr der doppelten Menge des derzeit weltweit anthropogen erzeugten Methans. Statt dieser „algenativen“ Energiequelle plädiere ich doch eher für die klassischen alternativen Energien wie Sonnenenergie, Windkraft usw. Wie war das noch mit dem Teufel und dem Beelzebub?


„In den letzten Jahren sind Algen auf schattigen und sehr kurz gemähten Rasenflächen vermehrt in Erscheinung getreten und zum Problem geworden“, habe ich gelesen. Da kommen mir als leidenschaftlichem Golfer natürlich sofort 18 Problemzonen in den Sinn. Vielleicht müssen wir Golfer ja auch umdenken. Wir sollten uns nicht länger über holprige, mit Algen und Moos bewachsene Grüns ärgern, schließlich könnte das unser Beitrag zum Klimaschutz werden!


Ihr
Wolfgang Friederichs

Interview
16
Interview mit Klaus Junginger, Geschäftsführer FSK

Am Rande der internationalen Fachtagung 2016 des Fachverbandes ­Schaumkunststoffe und Polyurethane e. V. (FSK) in Bad Dürkheim hatten wir die Gelegenheit mit Klaus ­Junginger, dem neuen Geschäftsführer des Verbandes, über seinen neuen Aufgabenbereich und die Zukunft des Verbandes zu sprechen.

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Bericht
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Konjunktur 2017: Vor leichter Frühjahrsbelebung

Sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Großbritannien werden im Jahr 2017 die wirtschaftlichen Koordinaten etwas anders lauten als bisher. Während im wichtigsten Partnerland der Bundesrepublik in Übersee die US-Regierung noch Feinarbeit über ihren wirtschaftspolitischen Kurs leisten muss, lastet gleichzeitig die britische EU-Strategie auf den europäischen Volkswirtschaften. Hierzulande steht im Herbst 2017 die Wahl eines ­neuen Bundestages auf dem Programm, in deren Vorfeld die Unternehmen bei betrieb­lichen Entscheidungen eine abwartende Haltung einnehmen könnten.

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20
Weltautomarkt 2017

Wachstum durch SUV-Dominanz, positive wirtschaftliche Entwicklung und Trump-Effekte

Das Wachstum der Autoindustrie geht im Jahr 2017 weiter, wird allerdings weniger durch Innovationen als durch positive wirtschaftliche Entwicklungen angetrieben. China wird in diesem Jahr auch weiterhin der wesentliche Impulsgeber für das Weltautogeschäft sein. Während in den USA durch Trump-Effekte ein Wachstum zu erwarten ist, verläuft die Entwicklung in Europa durch Faktoren wie z. B. Dieselgate und andere Technologieverun­sicherungen etwas gedämpfter.

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24
Der GFK-Markt Europa 2016

Kontinuierliches Produktionsmengenwachstum fast aller Marktsegmente

Die Herstellungsmenge von glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) wächst in den betrachteten europäischen Ländern im Jahr 2016 wie im Vorjahr um 2,5 % auf eine Produktionsmenge von 1,096 Mio. t. Damit hat sich das Wachstum in diesem größten Segment der Faserverbundkunststoff- bzw. Composites-Industrie verstetigt. Der Composites-Markt ist sehr heterogen und von großen regionalen Unterschieden gekennzeichnet.

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27
Auf Konfusion 4.0 folgt Interpretation 4.0

Reaktionen auf unser letztes Editorial

Nachdem ich Ihnen im letzten Editorial von meinem mangelnden Verständnis, was sich hinter dem Begriff „Industrie 4.0“ denn konkret verbirgt, geklagt habe, freue ich mich heute über Ihre Zuschriften und Ihre Erklärungen zu diesem Thema. Im Folgenden finden Sie die Zusammenfassung einer kürzlich von Ernst & Young veröffentlichten Studie zum Thema Industrie 4.0 sowie die von Ihnen eingereichten Beiträge, teilweise in gekürzter Fassung, in alphabetischer Reihenfolge.

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30
Von der internationalen Fachtagung Schaum­kunststoffe und Polyurethane 2016

Die internationale FSK-Fachtagung war der Treffpunkt der Schaumkunststoff- und Polyurethanbranche Ende November 2016

Am 23. und 24. November 2016 veranstaltete der Fachverband Schaumkunststoffe und Poly­urethane e. V. (FSK) seine internationale Fachtagung – das alljährliche Branchentreffen. Kooperationspartner und Gastgeber war in diesem Jahr die BASF in Ludwigshafen. Die Veranstaltung begann am ersten Veranstaltungstag im Kurhaus Bad Dürkheim mit einem neuen Besucherrekord von 173 Teilnehmern, darunter sowohl FSK-Mitglieder als auch viele interessierte Fachbesucher. Am Donnerstag, dem zweiten Tag der Fachtagung, wechselte die Veranstaltung in das Gesellschaftshaus der BASF SE nach Ludwigshafen. Der Veranstalter FSK zeigte sich mit dem erfolgreichen Verlauf der zweitägigen Fachtagung höchst zufrieden.

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37
Composites Europe – Hybrider Leichtbau gewinnt an Bedeutung

Erfolgreiche Messe zum Thema Verbundwerkstoffe zum letzten Mal in Düsseldorf

Trotz des „K-Jahres“ 2016 zählte die Composites Europe vom 29. November bis 1. Dezember 2016 in Düsseldorf 350 Aussteller aus 30 Nationen. Etwas mehr als 8 600 Besucher aus aller Welt fanden den Weg nach Düsseldorf, um sich über aktuelle Trends der Branche zu informieren. Damit fiel die Messe zwar deutlich kleiner aus als im Vorjahr, aber Veranstalter Reed Exhibitions zeigte sich trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis.

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45
Multi-Hardness-Schäumen mit stabilen Druckverhältnissen

Variodüse ­erhöht die Prozess­sicherheit bei der Herstellung von Sitzkissen

Sitzkissen für Kraftfahrzeuge aus Polyurethan (PU) werden mit mehreren Härtezonen ausgestattet, daher müssen die Mischköpfe in der Produktion unterschiedliche Rezepturen verarbeiten. Beim Polsterspezialisten Proseat sorgen seit kurzem die neuentwickelten Variodüsen von KraussMaffei für stabile Druckverhältnisse und damit für eine hohe Reproduzierbarkeit bei der Schaumproduktion.

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60
Versuche im Industriemaßstab ermöglichen Investition in CO2-basierte Polyolblend-Technologie

Saudi Aramco hat im November 2016 das Converge-Polyolblend-Geschäft sowie die dazugehörige Technologie des US-amerikanischen Unternehmens Novomer erworben. Die Transaktion wird mit bis zu 100 Mio. USD bewertet. Vor der Akquisition hatte Novomer das unabhängige Forschungs- und Entwicklungszentrum Cedepa mit entscheidenden Versuchen zum Einsatz der CO2-basierten Polyolblend-Technologie im Industriemaßstab beauftragt. Laut Novomer hat dies den Wert des Unternehmens für die Akquisition durch Saudi Aramco entscheidend gesteigert.

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Aufsatz
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Rohacell Triple F: Innovativer Hochtemperaturschaum für Sandwichbauteile

Sandwichkonstruktionen finden sich in den unterschiedlichsten Anwendungen, auch in der Automobilindustrie wächst das Interesse seit Jahren. Um die Erwartungen bezüglich Kosten und Stückzahl erfüllen zu können, bedarf es jedoch innovativer Lösungen. Neben den Herstellprozessen müssen auch die eingesetzten Materialien wie Harzsysteme und Kernmaterialien großserientauglich gemacht werden. Mit der Entwicklung von Rohacell® Triple F kann nun eine wettbewerbsfähige Lösung für bis zu 50 000 komplexe 3D-Sandwichbauteile im Jahr angeboten werden.

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L-förmige luftgespülte Sprühmischköpfe für den Einsatz in der Produktion von Automobil­komponenten in Leichtbauweise

In der Automobilindustrie kann Polyurethan für die Herstellung einer breiten Palette von Komponenten verwendet werden, bis hin zu Paneelen, die im Verbund leichte und strukturell starre Bauteile ergeben und die die schweren Bauteile nach traditioneller Fertigung aus der Vergangen­heit ersetzen. In der Automobilindustrie sind diese Eigenschaften wesentliche Voraussetzungen in der Produktion von Komponenten wie Kofferraumböden, Heckablagen, Dächern und anderen. Dieser Aufsatz hat zum Ziel, die neuesten technischen Errungenschaften aufzuzeigen, die mit Polyurethan-Sprühverfahren unter Verwendung der aktuellen Version des Cannon LS 10-Mischkopfes über einem Kern aus Glasfasergelegen und Papierwaben bei der Herstellung von Automobilkomponenten in Verbundleichtbauweise zum Einsatz kommen. Dank der Entwicklung dieses neuen Mischkopfes kann eine effiziente Verteilung des Sprühmaterials mit hoher Geschwindigkeit und viel geringerem Materialausschuss erreicht werden. Durch eine hydraulisch betätigte Hubeinstellung und ein Waschventil in Verbindung mit der neu gestalteten Geometrie einiger Komponenten kann der Mischkopf zudem ohne Lösemittel gespült werden, während durch den Reinigungskolben eine geringere Reinigungsfrequenz ermöglicht wird – auch Verfahren, die niedrigere Härtungstemperaturen erfordern, sind so möglich. Hier können auch Formen verwendet werden, die mit niedrigeren Temperaturen arbeiten. Diese verschiedenen Punkte tragen dazu bei, den Energieverbrauch des gesamten Prozesses zu reduzieren. Durch die Verwendung verbesserter chemischer Formulierungen kann die Prozesszeit verringert werden, was kurze und effiziente Sprühstrecken erfordert. Mit diesem neuartigen Mischkopf kann eine Durchflussmenge von mehr als 200 g/s erreicht werden, während das optimale Mischungsverhältnis beibehalten werden kann. Mit einem optimierten Verhältnis zwischen Oberfläche und Sprühkopf, Sprühwinkel und Durchflussmenge können darüber hinaus größere Bereiche abgedeckt werden.

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Prüfung von weichen Polymerschäumen

Das Innere von Fahrzeugsitzen, Matratzen und Sitzkissen besteht meist aus weichelastischen Schäumen mit jeweils fest definierten Eigenschaften. Ziel ist, für den Benutzer einen optimalen Komfort mit konstanten Eigenschaften zu erreichen. Um die geforderten Qualitäten nach festgelegten Normen zu überprüfen, sind umfangreiche Untersuchungen notwendig. Zwick bietet für alle relevanten Normen und Anforderungen ein breites Portfolio an Prüfmaschinen und Prüfsoftware.

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Eine neuartige Lösung zur Erfüllung der steigenden Anforderungen an die Innenluftqualität in der Automobilindustrie

Historisch gesehen gehörte der typische Eigengeruch eines neuen Fahrzeugs einfach dazu und wurde vom Kunden erwartet. Aber angetrieben durch die Ende der 90er-Jahre aufkommenden Diskussionen über das sogenannte „Sick-Building-Syndrom“ wurde auch die Qualität der Innenluft in Automobilen eingehenden Prüfungen unterzogen. Für eine Reihe von Chemikalien bestehen besondere Bedenken, darunter Formaldehyd, Toluol, Amine, Phthalate und polycyclische aromatische Verbindungen. In einer Testreihe mit mehreren hundert Fahrzeugen verschiedener Hersteller haben zwar 95 % alle Anforderungen für sieben der acht untersuchten Verbindungen erfüllt, aber nur in 50 % der untersuchten Fahrzeuge wurden die vorgeschlagenen Grenzwerte für Acetaldehyd eingehalten. Sofort wurde für die PU-Industrie die Herausforderung offensichtlich, die Menge an Acetaldehyd beim Schäumprozess zu senken. Die vorliegende Arbeit beschreibt, wie sich die Emissionen durch Verwendung von Milliguard AOX-1, einem neuen kohlenstoffzentrierten Radikalfänger, senken lassen.

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Einfluss der Mikrostruktur auf die mechanischen Eigenschaften thermoplastischer Polyurethan/Nanoclay-Composite-Schäume

Die Mikrostruktur und die Zug-/Dehnungseigenschaften thermoplastischer Polyurethan/Nanoclay-Composite-Schäume, die im mikrozellularen Spritzgießverfahren hergestellt wurden, wurden mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM) und mechanischer Tests untersucht. Der Durchmesser der mikrozellularen Strukturen der TPU-Nanocomposites sank mit steigendem Gehalt an Nanoclays, einhergehend mit einer Zunahme der Zelldichte. Der Zusammenhang zwischen Nanoclay-Gehalt und den Zug-/Dehnungseigenschaften wurde eingehend untersucht. Es zeigte sich, dass die Dichte eines TPUs mit 5 % Nanoclays (TPUNC5) im Vergleich zum ungefüllten TPU um 14,2 % sank, während die Zugfestigkeit bei 450 % Dehnung gleichzeitig um 61,2 % stieg. Die Studie belegt, dass sich durch Zugabe geringer Mengen Nanoclays hochfeste TPU/Nanoclay-Composite-Schäume geringer Dichte herstellen lassen.

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